Musik aus Südamerika am Beispiel Mutandina

Durch das niedrige Lohnnieveau in Süd- und Mittelamerika können aus diesen Gefilden stammende musikalische Formationen eine großzügigere Beschäftigungspolitik (sh. untenstehende Abbildung) wie etwa nordamerikanische Bands betreiben.

Mutandina

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den geneigten Zuhörer?

Zum einen kann durch die vielen Mitarbeiter eine größere Anzahl von Stilen eingebracht werden. Bei der abgebildeten Kapelle “Mutandina” aus Argentinien wäre das nach Eigenbeschreibung beispielsweise Funk, Jazz und Salsa nebst Reggae, Ska, Rock und Pop. Meine Untersuchungen des vorliegenden Materials bestätigen zumindest die ersten 3 Punkte dieser Auflistung vollkommen, sowie die letzteren beiden mehr oder weniger.

Zum anderen wird durch eine so üppige personelle Ausstattung ein breites instrumentelles Spektrum ermöglicht, was einen dichten Klang und komplexen Aufbau der Arrangements ermöglicht. Dies dürfte insbesondere bei Echtzeitdarbietungen vor Publikum von Vorteil sein. Leider bot sich mir bislang keine Möglichkeit dies zu überprüfen.

Nicht bestätigen konnte ich die Vermutung, dass sich 9 Musiker ihrer Anzahl entsprechend neunmal so oft verspielen würden, wie ich das als einzelner täte. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass ich mit meinem theoretischen und passiven Zugang zur Musik keinen geeigneten Maßstab darstelle und mich ebensowenig in der Lage befinde, so einen Sachverhalt objektiv zu beurteilen. Vielleicht ist der Zusammenhang aber indirekt proportional?

Konklusio: Ich kann an dieser Thematik Interessierten nur Nahe legen, ihre Studien ebenfalls an der zuvor genannten Formation zu treiben. Ein Album, übrigens unter Creative Commons lizenziert, liegt zur Einsichtnahme in niederqualitativer Präsenzform bei Magnatune auf: http://magnatune.com/artists/albums/mutandina-1/
Wer eine Kopie des Werkes in hoher oder höchster Qualität auf seine Heimrechenmaschine laden will, möge mich kontaktieren – ich habe Zugangsdaten zur freien Weitergabe zu vergeben – oder ein paar Geldeinheiten seiner Wahl (hier zeigen sich auch wieder die niedrigen Löhne) dafür ablegen, welche immerhin zu 50% den Künstlern zu Gute kommen.

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