Nach einer kleinen Ruhepause gehts nun wieder weiter mit Veröffentlichungen auf Bidalas hauseigenem Netlabel Zufall Aufnahmen. Den Anfang machen Ivan der Dreckige und Krischtlinskanowskajanskanowna mit einer hervorragendenen 2-Nummern-Single: “Des Kreiz mim Dirndl” in volkstümlicher Manier und “Das Rabenaas” mit strengerer - protestantischer - Stimmung, sollen diesmal die Ohren der werten Hörerschaft bereichern.
Das ist einerseits die letzte Strophe eines Gedichts von Theodor Fontane und andererseits der Titel und die Namen der drei Stücke des soeben auf Zufall Aufnahmen erschienenen Werkes der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßen Blickfang.
Performers of improvised music like jazz usually prefer to create their music on the spot. But does it really come ‘out of nowhere’? Is it unmistakenly instant composing or just recycling an odd collection of tunes? The question remains, but does the answer really matter? Incorrect re-created musical debris, the skeleton of other folk’s music or a half forgotten melody arranged to personal preferences, better known as ‘composition’. It’s all there to entertain performers and audiences alike. So: let the good times roll!
So die eigene Meinung der Arbeitgemeinschaft, einem bunten Kollektiv von Leuten verschiedenster Prägungen aus den Niederlanden und aus Deutschland. Und wie kommt so ein Kollektiv ausgerechnet zu einem wiener Netlabel? Laut Jean Quist, der ungefähr ein Fünfundzwanzigstel dieser Arbeitsgemeinschaft darstellt, liegts vor allem an dem sympatischen Logo des Labels und dem Faktum, dass sie selbst auch gerne einmal so ein ähnliches hätten. Nämlich eine Katze, die mit einer Kralle den Ton des neben ihr stehenden Grammophons abnimmt , und diesen in form einer mit “Miau” gefüllten Sprechblase wiedergibt. Vielleicht will ihnen ja jemand sowas zeichnen?
Mir Mayakow alias MI_R wagt sich aus seinem kaukasischen Schimmelbunker und geht in den berüchtigten wiener Untergrund um mutige Kellerasseln mit seinen Melodien zu beglücken.Das Label Zufall Aufnahmen setzt somit seine Reihe ‘ZA-Akteure im Subterrarium‘ fort und präsentiert nach Sergej Pepper (16.11.) nun erstmal den großen russischen Musiker Mayakow einem westlichen Publikum.
Auf weitere Abende darf gespannt gewartet werden.
Die genauen Daten:
Subterrarium (Jörgerstraße 23, Kellereingang, 1170 Wien)
ab 21 Uhr
Nachband: Norah Noizzze & Peak Push
Eintritt frei!
Mir Mayakows Alben sind auf Zufall Aufnahmen erschienen und können dort unentgeltlich heruntergeladen werden.